Sonntag, 11. Juni 2017

Ein Ritter aus Leidenschaft (1)




In meinen Träumen, aber nicht nur in meinen Träumen, in meinen Träumen bin ich ein Ritter aus der Zukunft. Ich hantiere mit technologiebasierten Waffen. Ich stelle das Gleichgewicht zwischen „Gut ? Böse“ wieder her.

Hinfort, hinfort mit all jenen: „Kommt her und dann geht schnell wieder!“ Die, die mich nicht sahen und mich nie sehen werden, als den Menschen der ich immer war und noch heute bin.


Ein Ritter aus Leidenschaft (2)



Die Sonne, mein Licht ist mit mir mitgezogen.
 
Der unterschied zu damals, heute werfe ich einen noch größeren Schatten. Nicht sonderlich größer, nicht wirklich erwähnenswert, denn die, die mich wirklich kennen, wissen wie groß und reich ich bereits als Kind schon war.

Wie reich ein noch sehr junger Mensch sein kann, weiß ich nicht erst seit heute! Die wahre Stärke wird schon sehr früh ausgebildet. Um ein besseres Verständnis von mir selbst zu haben, benötige ich kein neurobiologisch basiertes Studium.

Die schärfe meiner Sinne, mit dem besonderen Blick von außen nach innen und umgekehrt, stets im Wechsel. Unvorhersehbar, manchmal auch im Intervall. Ganz besondere Lebenssituation erfordern ganz besondere, manchmal drastische Handlungen.

Ein Ritter aus Leidenschaft (3)



Und so wurde aus mir ein Ritter. So wie der „Ritter aus Leidenschaft“. Denn das Leid schafft, es kreiert den Menschen, designt ihn so wie er ist. Einmalig! Aus dem Prototypenbau, ausgestattet mit unvorstellbaren Fähigkeit. Perfekt gerüstet für den alltäglichen Wahnsinn der mich umgibt. Wer dies nicht sieht, ist nicht blind, er ist nur ein wenig abgestumpft.

Ein Ritter aus Leidenschaft (4)



Im ständigen Kampf für die angeborenen Rechte eines Jeden, wundere ich mich noch immer sehr, sehr stark, wieso dieses System, dieser chronisch kranke Mann am Rande des Wahnsinns, nie genesen wird. Natürlich kenne und erkenne ich, so wie du, die Gründe. Aber so wie du, möchte ich es nicht wahr haben.

Ein Ritter aus Leidenschaft (5)



Ich bin Vater und Sohn, und bin noch so viel mehr, ich bin zu tiefst gerührt, und meine melancholische Grundhaltung macht es mir nicht einfacher. Doch sehe ich an Tagen wie diesen nicht schwarz, nicht weiß, vielleicht ein wenig grau, doch vor allem bunt!
 
Die Farbenpracht, die Wunder dieser Welt, manchmal ganz klein, kaum sichtbar, manchmal gut verborgen, so dass ich sie erst entdecken muss, die Farbenpracht, ist die Hoffnung. Ohne die Hoffnung, wäre ich verloren.

Ein Ritter aus Leidenschaft (6)



Das System, dieser chronisch kranke Mann am Rande des Wahnsinns würde mich infizieren. Ich hätte überhaupt gar keine Chance. Eine medizinisch perfekt durchgeführte Sanierung, würde mir in diesem Fall auch nicht helfen. So helfe ich mir selber, und ich helfe, denen die sich heute nicht mehr selber helfen können.
 
Ich bin ein Ritter. Ein Ritter aus Leidenschaft. Denn das Leid schafft, es kreiert den Menschen, designt ihn so wie er ist. Einmalig!

Langeweile (1)



Langeweile heißt, nichts!
 
Nichts anderes, als nun die Kreativität entfalten zulassen. Wenn ich es denn kann, es zulasse. Ich mag kein enges Terminkorsett. Festgezurrt und eingeengt. Ich mag kein durchgeplantes Leben. Nur leider, leider komme ich nicht drumherum. Es funktioniert leider gerade eben nicht ohne Planung.

Langeweile (2)



Erst neulich stieß ich unsanft darauf. Erst neulich erwachte ich wieder unsanft. Erwachte aus dem herrlich chaotischen Traum, den ich in der Endlosschleife träumen könnte. Keine Grenzen, keine Gesetze, wie ein Outlaw im Lummer-Schlummer-Land!

Langeweile (3)






Als ich dann plötzlich erwachte, wie schon so oft in meinem dahin geträumten Leben, als ich plötzlich dort stand, ich ahnungsloser Vollidiot, ganz nackt, barfuß auf dem kalten Parkettboden, auf der Bühne meines Lebens, war es bereits zu spät.

Langeweile (4)




Mein ganzer Körper, alle meine Muskeln, Sehnen und Bänder zuckten ruckartig zusammen. Ein Gedanke, ganz schlimm, wie ein Wadenkrampf, nur in meinem Kopf, verkrampfte sich, während mein Körper sich wieder entspannte und es warm, nass und irgendwie wohltuend meine Beine herunter lief.

Die Rede hier an dieser Stelle, ist die alltägliche Inkontinenz einer von stressgeplagten Gesellschaft.

Ich ging dem Gedankengang nach und folgte dem Rinnsal. „Nicht wirklich ist es der Stress...“, so dachte ich unter der dampfend heißen Dusche nach, „...nicht der Stress stresst mich!“ Mich stresst, zu wenig Erholung!

Sei willkommen in meinem Leben, dem Leben meiner Wahl.