Heute bog er
weder links noch rechts ab, er ging geradeaus. Geradewegs den Pfad entlang.
Entlang des kleinen Sees am Park. „Ist
das etwa der ewig grüne Park des Lebens? So hatte ich ihn aber nicht in
Erinnerung.“, dachte er sich kopfschüttelnd und sehr stark entsetzt.
Er sah rostige
Bänke und überquellende Abfalleimer. Seinen Blick über den See werfend, sah er
des weiteren eine tote Ente, kopfunter. Ihr lebloser Körper trieb über die unruhige, tief schwarze, Licht
absorbierende Oberfläche des Sees.
Er sah
billige Supermarkt-Spirituosen in den Händen von trinkenden, rauchenden, mitten auf dem Weg stehenden, perspektivlosen Jugendlichen, die jeden ihrer im
Kauderwelsch gesprochenen Worte, aus den Tiefen ihrer Hälse ziehend, zu Boden
spuckten.
Er ging
geradeaus. Geradewegs den Pfad entlang. Er ging mitten durch faulen, himmelhoch
jauchzenden, arbeitslosen Unrat und achtete dabei sorgsam auf jeden seiner
Schritte, damit nichts Schleimiges, Ekeliges unter seiner Sohle klebte.
Abwechselnd, mal von links und mal von rechts überholten ihn ältere Damen. Manche mit Gehstock, manche mit "Top-Sport-Rollatoren" und manche in Turnschuhen, wohl möglich auf orthopädischen Einlagen gebettet.
Rentnerinnen, leicht beängstigt, stur nach
vorn blickend. Keinesfalls grüßende alte Damen, die, die Welt, die Jugend von
heute schon lange nicht mehr verstanden . „Wo
sind all jene, Zigarre rauchenden Herren von damals geblieben?“, fragte er
sich. „Sie sind schon alle tot und längst beerdigt“, antwortete ihm seine
innere Stimme.
Desweiteren sah
er einen Mann am Ufer des Sees, im ewig grünen Park des Lebens stehen. Dieser
Mann sah dünn und abgemagert aus. Die Leichenblässe in seinem Gesicht ergab
einen starken Kontrast zu der unruhigen Wasseroberfläche.
Rauchend und
Bier trinkend stand dieser kranke Mensch am Ufer und ließ sich mit Kopf und
Harren, mit Haut und Knochen von dem
alles absorbierenden See verschlingen.
„Wäre ich doch lieber links oder rechts abgebogen.“, sagte er zu
einer im Abfall wühlenden, fassadengrauen Stadttaube am Wegesrand, die plötzlich von einer auf
sie herab stürzenden Krähe gepackt, zerfleischt und gierig gefressen
wurde.
„Welch ein erschreckender Anblick!“, dachte er sich.
„Welch ein erschreckender Anblick!“, dachte er sich.

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