Mittwoch, 26. Oktober 2011

Blumio - Hey Mr. Nazi


CLICK ON IT!


"ICH WIDME DIESES LIED ALLEN FREIGEISTERN. ALLEN, DIE ÜBER DEN TELLERRAND SCHAUEN UND MENSCHEN NICHT REDUZIEREN AUF HAUTFARBE, RELIGION, NATIONALITÄT, GESCHLECHT ODER SEXUELLE AUSRICHTUNG. ALLEN DIE EINEN MENSCHEN HASSEN FÜR SEINE ÄTZENDE ART UND NICHT SEINE HERKUNFT, UND ALLEN, DIE EINEN BESONDEREN MENSCHEN LIEBEN UND SICH FÜR DIESEN AUFOPFERN, UND AN MR. NAZI.

ICH HOFFE, DASS EINMAL DER TAG KOMMT, AN DEM WIR UNS DIE HAND GEBEN."

BLUMIO 

Blumio - Antigewaltsong


Blumio - Eberhard


Montag, 24. Oktober 2011

Aerostat


Weisheit von Buddha


"Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken.

Mit unseren Gedanken machen wir die Welt."








Sonntag, 23. Oktober 2011

Wir sind dabei



Sie ist dabei, er ist dabei, wir sind dabei. Gemeinsam sind wir dabei völlig durchzudrehen. Und dabei war es gar nicht mal so schwer.

Wir blicken aus dem Fenster. Wir blicken weit, weit weg von uns.

Auf der anderen Straßenseite sehen wir den einsamen Nachbar von der durchgehend geöffneten Nacht-Bar. Er ist es unverkennbar. Der torkelnde Mann und sein markanter Gang. Er ist es, der Wind und Wetter trotzt. Er ist es, der zusammen mit dem in Kette rauchenden OPEL-Opa um die Wette kotzt.  

Wenden wir den Blick wieder nach innen.  

Dort sehen wir, durch die Web-Cam blickend, all unsere besten Freunde.  Dort sehen wir sie. Es sind die, die nonstop, auf uns warten. Es sind deine Buddies. Es sind meine Buddies.  Es sind unsere Buddies. “Freunde“, von denen wir viele nie persönlich gesehen haben. Fremde Menschen die sich reihen in die Liste ein, die nonstop dort stehen, zusammen mit all den Verwandten aus der Ferne, die wir nur selten sehen. 

Gemeinsam, müden Blickes, mit brennenden Augen, verspüren wir die Sehnsucht.

Es verbindet die Bürgerinnen und die Bürger der Cyber-City. “Nebulosity“- Unklarheit sehen wir in den Augen derer, welche leben gleich neben an, in dem Nachbarland- Utopia. 

Sie sind Menschen, wie Du und Ich, aus einem anderen Land. Sie sind Menschen, dessen Spiegelneuronen wie wild umher hüpfen und gemeinsam, mit uns, Ringelreigen tanzen.

Falls Du es noch nicht wusstest, ich sage es Dir: „Auch Du bist dabei.“

The Kooks - Do You Wanna


The Last Shadow Puppets - Meeting Place


Werner Holzer




Werner Holzer, gerade 85 Jahre alt geworden, hat in den 50er und 60er Jahren im bundesdeutschen Blätterwald bei vielen Zeitungen Station gemacht – bis er die Chefredaktion der Frankfurter Rundschau übernahm und bis zu seiner Pensionierung 1992 fast 20 Jahre dieses Amt inne hatte. Unabhängig davon, dass er stets darauf bedacht war, den eher links-liberalen Charakter des Blattes zu bewahren und zu profilieren, legte Holzer viel Wert darauf, das, was ihn besonders bewegte, auch im Blatt abzubilden, nämlich den Ländern der so genannten Dritten Welt zu mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit den Industrienationen zu verhelfen. Auf zahlreichen Reisen durch Afrika, Asien und Lateinamerika beobachtete und analysierte er die Rolle der Industrieländer und ihre Interessenlagen gegenüber den Entwicklungsländern. Auch heute noch, rund 20 Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Tagesgeschäft, meldet sich Holzer mit Kommentaren und Einschätzungen zu Wort.

Autor/in: Ulrike Knapp
Redaktion: Mark vom Hofe


QUELLE: www.WDR5.de



Die Sendung "Erlebte Geschichten" ist eine WDR5-Produktion. Zum Nachhören kann man sich (kostenlos) den Podcast downloaden, oder direkt im Browser auf WDR5.de hören. 

Samstag, 22. Oktober 2011

Tiefkühlkost



Klar und deutlich zu hören war ein langgezogenes Furzen.  „Nein...“, dachte er: „...ich habe nicht gefurzt. Ich denke nur sehr laut.“

Laut denkend, schmatzend und rülpsend aß er eine aufgebackene Tiefkühlpizza.

Laut denkend saß er dabei vor der Glotze und schaute sich eine Koch-Show an, während große Bisse schnell und kaum zerkaut seinen Gierschlund hinunter rutschten.

Ein Koch wirbelte durch das Bild und verschwand hinter einem Schleier aus Dampf und Dunst. Es brutschelte und bratschelte, es wurde heiß gekocht im Fernsehen, während die heimische Küche kalt blieb. 
Beim Anblick des fertigen Gerichts, die Pizza zerschneidend, dekoriert und ins perfekte Licht gerückt, pochte es schmerzend in seiner Brust. „Wann hatte er das letzte Mal frisch, ausgewogen und ganz ohne Geschmacksverstärker gekocht?“ Er konnte sich nicht mehr daran erinnern.

Er spülte das letzte Stück seiner Pizza mit einem großen Schluck Cola hinunter.

Gleichgültig blickte er in die Röhre und sah nach der Koch-Show den Trödeltrupp:

„Ihr Dachboden platzt aus allen Nähten? Wertvolles Erbstück oder billiger Plunder?“  Die richtige Antwort auf diese Fragen geben die Experten der RTL 2-Doku-Soap "Der Trödeltrupp".
 

Montag, 17. Oktober 2011

Book Of The Week



Kurzbeschreibung:

'When I was first approached by HBO to use Nelson Johnson's book as the basis for a TV series, my biggest challenge was choosing a time period in which to set it...Ultimately I settled on the 1920s of Atlantic City's legendary treasurer Nucky Johnson...A place of spectacle, shady politics, fast women and backroom deals' -Terence Winter, Emmy Award-winning writer of "The Sopranos" and Executive Producer of "Boardwalk Empire". From its humble beginnings as a fledgling seaside resort, Atlantic City grew to be America's playground - loud, brash, and dedicated to the pursuit of pleasure. In 1920 alcohol was banned across the States under Prohibition, yet , thanks to racketeers and corrupt politicians, the liquor in Atlantic City never stopped flowing. As the brothels, bars and gambling rooms flourished, the reputation of both the city itself and its most famous resident grew. Enoch 'Nucky' Johnson was a powerful political force and leading figure in organised crime. His corrupt alliance created a city where the rules just didn't apply, the dollar ruled and the law could be bought. The book that inspired the HBO series, "Boardwalk Empire" brings to life Nucky and the whole cast of his shady associates. Recounting the life of this fascinating city and its most colourful residents, it's a brilliantly told story of a city built on cards and dice, booze and broads.

Boardwalk Empire



Boardwalk Empire  versetzt die Zuschauer in das Atlantic City der 20er Jahre, in die Zeit der Prohibition, als der Handel mit Alkohol in den USA verboten war. Im Mittelpunkt steht der korrupte Politiker und Gangster Enoch „Nucky“ Thompson, dargestellt von Steve Buscemi.

Amerika im Jahr 1920: Der erste Weltkrieg ist vorbei, die Wallstreet boomt und alles steht zum Verkauf an, sogar die World Series (nordamerikanische Baseball-Meisterschaften). Es ist eine Zeit des Wandels. Frauen dürfen wählen, der Rundfunk wird eingeführt und junge Menschen beherrschen die Welt.

Am Strand im Süden New Jerseys liegt Atlantic City, ein spektakulärer Ort bekannt als „Der Spielplatz der Welt“, ein Ort an dem Regeln nicht gelten. Gediegene Hotels neben Nachtclubs und Casinos säumen die berühmte Promenade, dazu gibt es jede Art von Entertainment und hemmungslosen Alkoholkonsum. Die hölzerne Stadtpromenade steht in direkter Konkurrenz zu New Yorks Broadway. Für eine Handvoll Dollar kann ein Arbeiter der Realität entfliehen und leben wie ein König – legal oder illegal.

Enoch ist der unangefochtene Herrscher über Atlantic City, gleichzeitig Politiker und Gangster, der sich in seinen Rollen wohlfühlt. Er wurde in das Amt des Stadtkämmerers von Atlantic City gewählt und ist damit für die finanziellen Angelegenheiten der Stadt verantwortlich. Er ist ein Mann, der sich um alles kümmert und alles in Ordnung bringt. Aufgrund der strategisch günstigen Position an der Küste, ist die Stadt ein Drehkreuz für den Alkoholschmuggel. Denn sie ist nur Minuten von Philadelphia, ein paar Stunden von New York und weniger als eine Tagesfahrt von Chicago entfernt, was Nucky sehr entgegen kommt, denn daraus schlägt er sein Kapital.

Zu Nuckys „Gang“ gehört sein Bruder Elias, der korrupte Polizeichef, der ihm den Rücken frei hält. Nucky, der für Chancengleichheit einsteht, hat gute Kontakte zu Atlantic Citys Unterwelt und mit Gangstern, wie mit Arnold Rothstein, Lucky Luciano und dem jungen Al Capone zu tun. Dank der Prohibition konnte sich Nucky eine Nische schaffen und ist in Atlantic City der Mann, wenn es um illegalen Alkohol geht. Angesichts der Verknappung des Alkohols durch die Regierung sind seine Profite um ein Vielfaches gestiegen und seine Macht ins Unermessliche gewachsen.

Für Nucky arbeitet Jimmy Darmody, der gerade aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt ist und sich nicht mit der Rolle des Chauffeurs begnügen will. Als ihm der Aufstieg in der Gang nicht schnell genug geht, nimmt er seine „Karriere“ in die eigene Hand und formt eine tödliche Allianz mit einigen von Nuckys Partnern, die ihm die Polizei, angeführt von Agent Van Alden auf den Hals hetzen. Die Sache wird mit Nuckys aufkeimender Beziehung zu Margaret Schroeder umso komplizierter. Er versucht ihr zu helfen sich aus ihrer gewalttätigen Ehe zu befreien. Doch da gibt es noch die eifersüchtige Lucy Danziger, Nuckys Geliebte, die mit einem wachsamen Auge die Entwicklungen beobachtet.

„Boardwalk Empire“ zeigt die unmittelbare Reaktion auf die Prohibition - von den einfachsten Menschen bis zu den hochrangigen Politikern in Atlantic City; ethische Dilemmata und kriminelle Machenschaften in einer Welt, deren Zukunft ungewiss ist.

Regisseur und Oscargewinner Martin Scorsese und Emmy-Gewinner und Autor Terence Winter („The Sopranos“) sind neben Tim Van Patten, Stephan Levinson und Mark Wahlberg auch ausführende Produzenten der Serie.

„Boardwalk Empire“ basiert auf Nelson Johnsons Buch „ Boardwalk Empire: The Birth, High Times, and Corruption of Atlantic City“.

Montag, 10. Oktober 2011

Ihsanischer Vergleich 1




Zwei Treppenhausschalter, die nur einem Zweck dienen.

Rechts, ein handelsüblicher Schalter den Elektroinstallateure Tag für Tag,  europaweit (und darüber hinaus) in Schaltkästen verbauen. Links, ein sehr robuster, verschleißarmer Quecksilberschalter, den Elektroinstallateure europaweit (und darüber hinaus) seit den 50’er Jahren, in auch neben den Schaltkästen verbauten. 

Diese Schalter machen es möglich, dass das Licht im Treppenhaus, oder wo auch immer man will, an- und nach einer bestimmten Zeit automatisch wieder aus geht. Überhaupt nichts außergewöhnliches, ein Phänomen welches man täglich erlebt ohne es zu registrieren.

Das Licht geht an, das Licht geht aus.

Lui, besser bekannt als Puff Lui, hatte die besten Jahre seines Lebens in einem mehrstöckigen Freudenhaus gearbeitet. Puff Lui war ein gelernter Elektroinstallateur gewesen, dessen ganzes Können im Bereich der Elektrotechnik lag. Durch einen Zufall, den wir an dieser Stelle leider nicht weiter vertiefen können, gelangte er an seinen Job als Hausmeister im Haus der Freuden.

Lui hatte Spaß an seiner Arbeit.

Fast täglich wechselte er durchgebrannte Glühbirnen aus, machte die Abflüsse wieder frei und gab volle Batterien für Sexspielzeuge in allen Größen heraus. Eigentlich war nicht wirklich viel zu tun, so blieb Lui viel Zeit für ausschweifende Unterhaltungen mit den Mädels an der Bar. Hübsche junge Frauen, die im übrigen (so wie auch Lui) Sozial- und Krankenversichert waren.

Doch wie das Leben so spielt.

Ein Feuer, ausgelöst durch einen Freier, ein Pyromane der sich selbst entzündet hatte,  brannte das Bordell nieder und prompt landete Luis Name auf der langen Liste der Arbeitssuchenden des hiesigen Arbeitsamtes. Doch wie das Leben so spielt, bekam der alte Hausmeister Puff Lui schon nach kurzer Zeit ein Angebot das er nicht ablehnen konnte.

Und so lernte ich Lui kennen.

Neulich stand ich im Treppenhaus, als es plötzlich zappenduster wurde. Die Panik packte mich, während ich mit vollgepackten, schweren Tüten, dem kompletten Wochenendeinkauf, auf dem Treppenabsatz stand. Das Wasser lief mir den Rücken herunter. Die Tüten wurden immer schwerer, meine Arme immer länger. An meiner misslichen Situation hatte sich noch immer nichts geändert, das Licht blieb weiterhin aus, als es anfing zu Plätschern. Das Wasser plätscherte mir den Rücken herunter und floss mir in die Ritze hinein. Vorsichtig tastete ich mich schwer atmend durch die Dunkelheit, bis ich völlig erschöpft die Etagentür zu meiner Wohnung erreichte. 

Der Treppenhausschalter war defekt.

Das Licht  geht nicht an, das Licht bleibt aus.

Am Morgen des nächsten Tages meldete ich den Defekt dem Vermieter. Am späten Vormittag stand bereits ein alter graubärtiger Mann im Treppenhaus vor dem Schaltkasten. Ich stellte mich ihm vor und dann stellte ich mich neben ihn und schaute ihm bei seiner Arbeit zu. Lui begann zu erzählen und ich bekam unaufgefordert, kostenlosen Privatunterricht zum Thema: „Treppenhausschalter“.

Und siehe da, es wurde Licht.

Und siehe da, Lui hörte gar nicht mehr auf zu erzählen:      

„In den alten Schaltern kam Quecksilber zum Einsatz. Quecksilber ist ein flüssiges Schwermetall welches bei –37°C fest wird. Die meisten kennen es aus den alten Thermometern. Freigesetzt an der Luft verdampft es in großen Mengen.
Chronische Quecksilbervergiftungen führen zur Schädigung des Gehirns und der Nieren, des weiteren zu Stoffwechselstörungen und Membranschäden. Quecksilber und seine Verbindungen schädigen das Erbgut; eine kanzerogene Wirkung konnte allerdings bis heute nicht nachgewiesen werden [...]“

Das Licht geht an, das Licht geht aus und Lui erzählt weiter und immer weiter. Und er erzählt von seiner Glanzeit- Puff Luis Zeit im Bordell, doch das ist eine ganz andere Geschichte.